Die Herkunft des Schwedenbitters

Bei dem Namen Schwedenbitter liegt die Vermutung nahe, dass die Zutaten aus dem Land Schweden stammen, dies ist aber nicht der Fall, denn der Name leitet sich vom schwedischen Mediziner Dr. Klaus Samst ab.

Die Mischung mit den unterschiedlichen Heilkräutern war bereits lange in der Familie des schwedischen Mediziners bekannt, aber in Vergessenheit geraten. Die Mediziner Dr. Klaus Samst und Dr. Urban Hjärne entdeckten dieses im 18. Jahrhundert wieder und halfen vielen Menschen mit den unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen.

ParacelsusEs wird vermutet, dass die Rezeptur eine ähnliche Arznei von dem Arzt Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim (kurz: Paracelsus) stammt, der im 16. Jahrhundert lebte, und viel Kritik von Apotheker und Ärzte erdulden musste, da trotz seiner Heilerfolge seine Kräuterkunde nicht als Alternative zur klassischen Medizin angesehen wurde.

Dr. Samst verunglückte im stolzen Alter von 104 Jahren bei einem Reitunfall. Es wurde überliefert, dass auch seine Vorfahren ein biblisches Alter erreicht haben sollen.

Maria Treben: 'Gesundheit aus der Apotheke Gottes'Eine Renaissance der Schwedenbitter fand durch die österreichische Kräuterspezialistin Maria Treben statt. Treben hat die Mixtur in ihrem Buch Gesundheit aus der Apotheke Gottes veröffentlicht, welches es zu der beachtlichen Auflage von über acht Millionen Exemplaren gebracht hat. Ihr Spezialgebiet war Kräuterheilkunde und alternative Behandlungsmethoden (nach dem Priester und Hydotherapeut Sebastian Kneipp).

Die Schwedenkräuter-Tinktur wurde im Laufe der Jahrzehnte auch "Universaltropfen", "Bitterer Schwedentropfen", "Lebenselixier" oder "Langes Leben Elixier" bezeichnet.